Uriah Heep

Uriah Heep

Gründung:

1970

Auflösung:

 

Genre:

Rock

Website:

http://www.uriah-heep.com/

Gründungsmitglieder

Gesang :

David Byron (bis 1976)

Leadgitarre / Gesang :

Mick Box

Bass / Gesang :

Paul Newton (bis 1971)

Schlagzeug:

Alex Napier (bis 1970)

Keyboard / Gitarre :

Ken Hensley (bis 1980)

Weitere ehemalige Mitglieder

Schlagzeug:

Nigel Olsson (1970)

Schlagzeug:

Keith Baker (1970 – 1971)

Schlagzeug:

Ian Clarke (1971 – 1972)

Bass / Gesang :

Mark Clark (1972)

Bass / Gesang :

Gary Thain (1972 - 1975)

Bass / Gesang :

John Wetton (1975 – 1976)

Gesang :

John Lawton (1977 – 1979)

Schlagzeug:

Chris Slade (1979 – 1981)

Gesang :

John Sloman (1979 – 1981)

Keyboard / Gesang :

Gregg Dechert (1980 – 1981)

Keyboard / Gesang :

John Sinclair (1982 – 1985)

Bass / Gesang :

Bob Daisley (1982 – 1983)

Gesang :

Peter Goalby (1982 - 1985)

Gesang :

Steff Fontaine (1986)

Aktuelle Besetzung

Leadgitarre / Gesang :

Mick Box

Schlagzeug / Gesang:

Lee Kerslake: (1972 – 1979 & seit 1982)

Gesang :

Bernie Shaw (seit 1986)

Bass / Gesang :

Trevor Bolder (1976 – 1981 & seit 1983)

Keyboard / Gesang :

Phil Lanzon (seit 1986)

Uriah Heep ist eine britische Rockband, benannt nach einer Romanfigur von Charles Dickens. Gemeinsam mit Black Sabbath, Deep Purple und Led Zeppelin gelten Uriah Heep als Gründungsväter des Hardrock. Im Unterschied zu Black Sabbath (düster und schwer), Deep Purple (rockig) und Led Zeppelin (intellektuell, progressiv) betonten Uriah Heep oft die melodische, romantische und fantastische Seite des Hardrock. Der ausgefeilte mehrstimmige Gesang hob Uriah Heep von vielen anderen Hardrockbands ab.

Bandgeschichte

Aus der Band Spice kamen David Byron, Paul Newton und Mick Box 1969 hervor. Um den Sound zu perfektionieren holte sich der damalige Manager Gerry Bron den Multiinstrumentalisten Ken Hensley von "THE GODS". Zuvor hatten Hensley und der später dazugekommene Drummer Lee Kerslake schon mit The Gods zwei Alben und einige Singles veröffentlicht.

Schon das erste Uriah Heep - Album Very 'eavy, very 'umble warf mit Gypsy einen Top-30-Hit in Deutschland ab. Als eines der besten Alben der Band gilt Salisbury von 1971, das neben dem Hit Lady in Black, den übrigens nicht David Byron, sondern Ken Hensley singt, das lange und anspruchsvolle, mit einem klassischen Orchester eingespielte Titelstück enthält. Beide Alben erschienen auf dem legendären Vertigo-Label.

Nach einigen Wirren um die Besetzung in der Anfangszeit bildete sich 1972 das klassische Line Up, bestehend aus: Mick Box (Gitarre), Lee Kerslake (Schlagzeug), David Byron (Gesang), Gary Thain (Ex-Keef Hartley Band;Bass) und Ken Hensley (Keyboard, Gitarre und Gesang). Die Alben Demons and Wizards, The Magician's Birthday, Uriah Heep Live 1973, Sweet Freedom und Wonderworld mit den dazugehörigen Singles The Wizard, Easy Livin und Stealin′ verkauften sich in Europa sehr gut. Vor allem im deutschsprachigen Raum und in Süd- und Osteuropa waren und sind Uriah Heep sehr populär. Die zum Teil heftigen Verrisse von vielen Journalisten konnten der Gruppe nichts anhaben.

In den USA gelang Uriah Heep der große Durchbruch hingegen nie.

Gary Thain, der Bassist, erlitt während eines Konzerts in Dallas einen Stromschlag und war danach nicht mehr in der Lage zu spielen. Thain wurde am 8. Dezember 1975 27jährig tot in seiner Wohnung aufgefunden. Seit seinem Stromunfall litt er an Herzrhythmusstörungen, die primär zu seinem frühen Tod geführt haben könnten. Da Thain auch schwer heroinabhängig war, konnte die Todesursache nie restlos geklärt werden.

Sein Nachfolger bei Uriah Heep wurde John Wetton (Ex-King Crimson, Roxy Music)

Im September 1976 war David Byron aufgrund seiner Alkoholprobleme aus der Band geflogen und hatte erfolglos Rough Diamond gegründet. Er starb 1985 an den Folgen seiner Alkoholsucht Er wurde durch John Lawton (Ex-Les Humphries Singers, Lucifer’s Friend u.a.) ersetzt. Mit Lawton als Sänger gelang Uriah Heep 1977 mit Free Me in Deutschland ein Top-10-Hit. Der größte Hit Lady in Black, kam durch Wiederveröffentlichungen gleich mehrmals wieder in die Hitparaden.

Ken Hensley, der Keyboarder und Komponist vieler Stücke, hat sich 1980 von der Band verabschiedet und hat seither mehrere Soloalben produziert. Mehrere Jahre war er auch Mitglied der US-Band Blackfoot. Er trat 2001 wieder mit seinem früheren Uriah Heep-Kollegen John Lawton auf.

Nach vielen Wechseln hat sich im September 1986 eine Formation gefunden, die bis heute so zusammen spielt. Es sind dies Mick Box (Gitarre), Lee Kerslake (Schlagzeug), Trevor Bolder (Bass) (Ex-"Spiders From Mars" der Begleitband von David Bowie), Phil Lanzon (Keyboard) und Bernie Shaw (Gesang).

Uriah Heep war die erste westliche Band, die in großem Rahmen in der Sowjetunion auftreten durfte (10 x Olympiahalle Moskau, 1987).

Uriah Heep sind aktiv geblieben. Als einziges verbliebenes Gründungsmitglied leitet Mick Box bis heute die Geschicke der Band, welche immer noch gern gesehener Gast auf den Konzertbühnen der Welt ist.

Aktuell erschienen ist die 6-CD-Box "Chapter & Verse", die auf 35 Jahre Bandgeschichte zurückblickt und auf der ersten CD auch Titel der Vorläuferbands enthält. (Review: musikansich.de, Ausgabe Dezember 2005)

Diskografie

Studio-Alben

  • Very 'eavy...Very 'umble (1970)
  • Salisbury (1971)
  • Look at Yourself (1971)
  • Demons and Wizards (1972)
  • The Magician's Birthday (1972)
  • Sweet Freedom (1973)
  • Wonderworld (1974)
  • Return To Fantasy (1975)
  • High And Mighty (1976)
  • Firefly (1977)
  • Innocent Victim (1977)
  • Fallen Angel (1978)
  • Conquest (1980)
  • Abominog (1982)
  • Head First (1983)
  • Equator (1985)
  • Raging Silence (1989)
  • Different world (1991)
  • Sea of Light (1995)
  • Sonic Origami (1998)

Live-CDs:

  • Uriah Heep Live (1973)
  • Live On The King Biscuit Flower Hour (1974)
  • Live At Shepperton (1974)
  • Live in Europe (1979)
  • Live in Moskau (1988)
  • Spellbinder (1996)
  • Future Echoes Of The Past (2000)
  • Acoustically Driven (2001)
  • Electrically Driven (2001)
  • The Magician's Birthday Party (2002)
  • Live in the USA (2003)
  • Magic Night (2004)